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© André Kempner

Die Leipziger Dozent*innen treten gewohnt satirisch und sichtbar auf, um auf ihre seit Jahrzehnten schlechten Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen.
Sie wissen: Wir müssen reden.
Die Leipziger Volkszeitung berichtet.
Auch Bildung, Wissenschaft und Forschung von ver.di.

In allen Medien, aktuell in der Sendung FAKT, wird es seit einigen Jahren immer wieder dargestellt, diverse Dozent*innen-Initiativen aus ganz Deutschland stehen mit den zuständigen Politikern im Gespräch. Für die Weiterbildung steht aber immernoch kein Geld zur Verfügung. Gewerkschaften und Deutscher Volkshochschul-Verband weisen beide darauf hin, dass die Erwachsenenbildung deutlich zu kurz kommt. Lediglich EINEN Prozent des Bildungsetats möchten sie gerne in der Weiterbildung sehen. Davon sind alle Bundesländer weit entfernt. Und die Dozent*innen? Die leisten weiter ihren wichtigen Bildungs- und Integrationbeitrag im Auftrag des Staates zu unverhältnismäßig schlechten Bedingungen. Dann Frohe Weihnachten!

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Freitag, der 17.11.2017 war ein “schwarzer Freitag” am Goethe-Institut: Um ihren Unmut gegen die geplanten Verschlechterungen am Goethe-Institut auszudrücken, kamen zahlreiche MitarbeiterInnen schwarz gekleidet zur Arbeit. Beteiligt hatten sich die Goethe-Institute in Berlin, München, Mannheim, Düsseldorf, Schwäbisch-Hall und Frankfurt. Ralf Pauli beschreibt in der taz, woran sich der Ärger konkret entzündet.

WTD2017_final_ENMit dem Weltlehrertag der UNESCO haben am 5. Oktober Lehrkräfte in Berlin und Köln daran erinnert, dass die Empfehlungen über den Status und die Arbeit der Lehrer der ILO und der UNESCO für sie nicht gelten: “Wir verdienen im besten Fall nur halb so viel wie angestellte Lehrer*innen an öffentlichen Schulen und haben keine oder nur eine geringe soziale Absicherung.”

Bericht aus der Kölnischen Rundschau

Die Berichte Read More →

Goethe-Institut und Deutsche Rentenversicherung haben sich geeinigt – zu Lasten der Honorarkräfte. Zum Bericht in der Berliner Morgenpost

Was das genau bedeutet, wird in der Berliner Zeitung klar gemacht, nämlich: Apartheid am Goethe-Institut.
Auch die Frankfurter Rundschau berichtet.

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte schreibt einen Offenen Brief.
Die Deutsche Welle kommentiert.

 

Aus der Solidaritätsadresse der Hamburger Lehrkräfte vom Februar 2017:
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Liebe KollegInnen vom Goethe-Institut,

ihr seid aufgebracht und demonstriert und ihr habt dabei unsere volle Solidarität, denn das, was das Goethe-Institut mit euch macht, ist ein Riesenskandal!!

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© Javier Luna / javierluna.de

UPDATE: Der Rat der Stadt Köln verabschiedet mit dem Ratsbeschluss vom 20.12.2016 die Anpassung der Honorare im DaF-Bereich und aller anderer arbeitnehmerähnlich Beschäftigten der VHS Köln auf 35,- ab 2017!

Keine Diskussion kommt ohne die Betonung der Bedeutsamkeit von Bildung und Integration aus. Als Fundament, auf dem alle Anstrengungen hierfür beruhen, wird stets herausgestellt, wie alles entscheidend das Erlernen der deutschen Sprache sei. Dennoch scheint den Entscheidungsträgern nicht bewusst zu sein, dass jene professionellen Wissensvermittler sich ihrem Auftraggeber nicht mehr zur Verfügung stellen werden (Artikel im KSTA), wenn der Nettoverdienst einer arbeitnehmerähnlich beschäftigten VHS-Honorarlehrkraft gerade einmal 1200,- im Monat beträgt.

35,- Honorar, die nun in den BAMF-finanzierten Integrationskursen gezahlt werden, entsprechen noch nicht einmal dem Mindestlohn in der Weiterbildung und sind immer noch ohne soziale Absicherung, ohne Fortzahlung bei Krankheit oder Ferien und ohne Beteiligung des Auftraggebers Stadt Köln an den Kosten für Renten-, Kranken- oder Arbeitslosenversicherung. Die Kurse für Deutsch als Fremdsprache werden momentan mit 23,- honoriert; die der Dozenten für alle anderen Sprachen im Übrigen momentan mit gerade einmal etwas mehr als 18,-.

Die DaF/DaZ-Lehrkräfte der VHS Köln fordern dazu auf (Artikel in K. Rundschau), ihre inakzeptable Honorarsituation nicht auf eine universell einsetzbare Frage nach verfügbaren Finanzressourcen zu verkürzen, sondern als Frage nach vorhandener Wertschätzung und Verantwortung ihrer Arbeit gegenüber zu verstehen: Wie kann es sein, dass ausgerechnet die Fachkräfte, die diese Aufgabe im Auftrag der Stadt übernehmen, zu prekären Bedingungen beschäftigt werden?

Was die Lehrkräfte davon halten: Read More →