„Es ist mittlerweile Konsens im Rathaus, dass die Honorare mindestens auf das Niveau der Honorare für Integrationskurslehrkräfte angehoben werden müssen“, sagt Sigrid Wolf, Vorsitzende des Düsseldorfer DGB.

“Gewerkschaft will mehr Lohn für Düsseldorfer VHS-Lehrer” – NRZ vom 17.11.2018

35 Euro für alle VHS-Lehrkräfte sei bereits Konsens im Düsseldorfer Rathaus? Das ist eine gute Nachricht, die dem ausdauernden Kampf der Düsseldorfer KollegInnen zu verdanken ist. Bereits 2017 hatten sie sich gegen Sparpläne der Stadt zur Wehr gesetzt und eine Angleichung der VHS-Honorare an den Integrationskurs gefordert.

Foto: privat

Im Integrationskurs wurden die Honorare im Sommer 2016 auf 35 Euro pro Unterrichtseinheit (UE) angehoben. Dies entsprach damals, nach Berechnung der GEW, in etwa dem Mindestlohn, den Angestellte in der Weiterbildung erhalten. Mittlerweile ist der Mindestlohn in der Weiterbildung gestiegen; das Honorar dagegen stagniert. Es kann also niemand behaupten, 35 Euro / UE seien zu viel verlangt. Nach den tariflichen Standards, die für Festangestellte gelten, ist es eher etwas zu wenig verlangt.

Umso seltsamer ist es, dass es außerhalb des Integrationskurses schon schwierig ist, auch nur annähernd an 35 Euro heranzukommen. An der VHS Düsseldorf erhalten DozentInnen außerhalb des Integrationskurses aktuell 23 Euro / UE.

Dreht sich nun der Wind? Nach Informationen der NRZ will die Düsseldorfer SPD im Dezember einen Antrag bezüglich der VHS-Lehrkräfte in den Schulausschuss einbringen. Ein Antrag der Linken zum gleichen Thema ist allerdings erst kürzlich gescheitert, so dürfen wir gespannt sein, ob die SPD mehr Glück hat.

Die zuständigen Einheiten von DGB, GEW und ver.di erinnern in einer gemeinsamen Presseerklärung daran, dass sich auch Oberbürgermeister Geisel für gute Arbeitsbedingungen ausgesprochen hat – Worte, denen Taten folgen sollten.

Sicherlich schadet es nichts, wenn wir alle den Düsseldorfer Fraktionen der regierenden Koalition aus SPD, Grünen und FDP noch einmal darlegen, warum 35 Euro / UE nicht zu viel verlangt sind!
Zu erreichen sind sie unter den folgenden Mail-Adressen:

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2 Thoughts on “VHS Düsseldorf: 35 Euro sind nicht zu viel verlangt!

  1. Silke Hermanns on 23. November 2018 at 8:31 said:

    Dozentinnen und Dozenten in Deutschkursen der VHS sind hochqualifizierte und motivierte Fachkräfte. Ihr Einkommen sollte ihrer Qualifikation entsprechen. Eigentlich selbstverständlich. 35 Euro pro Stunde sind noch immer nicht genug, wenn davon alle Sozialabgaben getragen und Ferien sowie Krankheitstage mitgetragen werden müssen. Die GEW fordert mindestens 50 Euro für Freiberufler bzw. eine Festanstellung mit TVÖD 13. Richtig so.

  2. Jana Walkova-Link on 28. November 2018 at 22:37 said:

    Die Sprachschulen entstehen mittlerweile fast täglich, fast an jeder Ecke…Einige Gründer geben dabei offen zu, dass sie dadurch “…Geld machen wollen”…Nichts Neues. Goldgräber also. Kein Wunder dann, dass ich als Freiberuflerin nicht monatlich, sondern alle zwei Monate bezahlt werde. Genau, alle zwei Monate. Am Ende des Jahhres spricht das ganze Land von Weihnachtsgeld, und ich soll bis Ende Januar 2019 auf mein Dezembergeld warten ! Aber Miete und Sozialabgaben werden monatlich verlangt. Dadurch gerate ich in Verzug, muss Mahnungsgebühren und Zinsen zahlen. So verteuert sich mein Lebensunterhalt.
    Die 35,-€/UE sind eigentlich 20,-. Warum? Von den 12 Monaten werde ich minus Ferien und Feiertagen eigentlich höchstens 9 Monate bezahlt. Der Betrag von 9 Monaten, verteilt auf die 12 Monaten ( weil ich 12 Monate lebe und Kosten decken muss), komme ich auf 20,-€/UE.
    Und wenn sie mir alle 5 Wochen plus 2 Wochen bis das Geld aufs Konto kommt , überwiesen werden,sind 7 Wochen. Arme DAZ/DAF – Lehrer, die eine staatliche Aufgabe erfüllen! Frohe Weihnachten ohne Geld!

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