18.8.17 Überforderte Sprachschüler

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Die Bayerische Staatszeitung und die Welt befassen sich in ihren Artikeln Überforderte Sprachschüler und Wenn Deutschlernen als Zeitverschwendung erscheint mit den Lernbedingungen in Integrationskursen.

Das Innenministerium fordert viel. Oft ohne Rücksicht auf die Lebensbedingungen der Migrant*innen, die für ein effektives Lernen wichtig sind. Warum reagiert das BAMF so langsam? Wer fragt die Lehrkräfte nach deren Meinung zu besseren Unterrichtsbedingungen?

Wo ist die flächendeckende Kinderbetreuung? Kurse in Teilzeit?
Es gibt keine Garantievergütung zur besseren Differenzierung der Kurse. Warum gibt es einen Prüfungszwang für Teilnehmer, die keine Chance haben, das erwartete Niveau in der erwarteten Zeit zu erreichen? Die pädagogisch-didaktischen Grundlagen der Bildungsnation Deutschland scheinen für Migrantenkurse nicht zu gelten. Hier gilt vornehmlich das Prinzip der Wirtschaftlichkeit und des Forderns. Wieder nichts aus der Vergangenheit gelernt?

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Lehrkräfte zu SaisonarbeiterInnen degradiert
Pünktlich vor den Sommerferien läuft der Vertrag aus; pünktlich im September wird wieder eingestellt. Auf diese Weise spart sich ausgerechnet das reiche Baden-Württemberg die Lohnkosten von befristet angestellten LehrerInnen an seinen Schulen und schickt sie statt in den Sommer in die Arbeitslosigkeit. Mit einer Vertragslaufzeit von unter einem Jahr erlangen die meisten nicht einmal Anspruch auf ALGI, sondern müssen Hartz IV beziehen. Betroffen sind über 5000 ReferendarInnen und 4000 befristet angestellte LehrerInnen, die als Vertretungskräfte oder in Flüchtlingsklassen eingestellt wurden.

Die Zeit20141030_102504 stellt in einem Artikel die Honorarsituation von Lehrkräften in Kursen für Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Zweitsprache dar.

Qualifikation der Lehrkraft, Bedeutung der Arbeit für die Gesellschaft, Daueraufgabe – alles immernoch keine Gründe, um die Arbeit der Lehrkräfte angemessen zu vergüten. Sozial gerecht? Sicher nicht!