bundestag„Der Bundestag soll jahrelang mehr als 100 Mitarbeiter als Scheinselbständige beschäftigt haben. 3,5 Millionen Euro an Sozialbeiträgen musste das Parlament bereits nachzahlen.“
Die Süddeutsche berichtet.

Dass dies ans Licht kam, ist einzig und allein einem unnachgiebigen Mitarbeiter zu verdanken, der sich nicht hat abschrecken lassen, den Rechtsweg zu gehen.

IMG_2064Am 14.07. musste die Bundesregierung zum Thema Sozialversicherung und Scheinselbstständigkeit der Honorarlehrkräfte Stellung beziehen.

Die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN „Die Situation der Honorarlehrkräfte in Deutschland“ wurde von Linda Guzzetti (Koordination der Honorarlehrkräfte Berlin) analysiert:

Zuerst etwas Positives: In der Antwort auf eine Frage über das Schutzniveau der arbeitnehmerähnlichen Personen erwähnt die Bundesregierung die Erweiterung des Mutterschutzes Read More →

DaZ_4Euronews berichtet in der Reportage „Armes Deutschland?“ über schlecht bezahlte und unsichere Jobs in verschiedenen Bereichen.

Ab Minute 4:30 geht es um Musikschullehrer*innen in Berlin, deren Arbeitssituation ähnlich ist wie die vieler anderer Honorarlehrkräfte. Die Kolleg*innen singen am Ende das
Lied des armen Musiklehrers.

bkslDie Bundeskonferenz der Sprachlehrbeauftragten (BKSL) stellt ihre Arbeit ein. Als Grund dafür wird angegeben, die Sprachlehrbeauftragten seien eine zu kleine Gruppe, um alleine etwas zu bewegen. Den Kampf führen sie trotzdem weiter: Die BKSL empfiehlt Sprachlehrbeauftragten, sich mit anderen Gruppen zusammenzuschließen.

KREIDEFRESSER lädt alle Lehrbeauftragten ein, ihre lokalen Gruppen hier einzutragen, damit eine Infrastruktur zur weiteren Vernetzung bestehen bleibt! Auch das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte hat bereits angekündigt, mit den AktivistInnen der ehemaligen BKSL zusammenarbeiten zu wollen.

Goethe-Institut und Deutsche Rentenversicherung haben sich geeinigt – zu Lasten der Honorarkräfte. Zum Bericht in der Berliner Morgenpost

Was das genau bedeutet, wird in der Berliner Zeitung klar gemacht, nämlich: Apartheid am Goethe-Institut.
Auch die Frankfurter Rundschau berichtet.

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte schreibt einen Offenen Brief.
Die Deutsche Welle kommentiert.

 

Aus der Solidaritätsadresse der Hamburger Lehrkräfte vom Februar 2017:
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Liebe KollegInnen vom Goethe-Institut,

ihr seid aufgebracht und demonstriert und ihr habt dabei unsere volle Solidarität, denn das, was das Goethe-Institut mit euch macht, ist ein Riesenskandal!!

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© Francis Oghuma / pichamann.de

Lehrkräfte zu SaisonarbeiterInnen degradiert
Pünktlich vor den Sommerferien läuft der Vertrag aus; pünktlich im September wird wieder eingestellt. Auf diese Weise spart sich ausgerechnet das reiche Baden-Württemberg die Lohnkosten von befristet angestellten LehrerInnen an seinen Schulen und schickt sie statt in den Sommer in die Arbeitslosigkeit. Mit einer Vertragslaufzeit von unter einem Jahr erlangen die meisten nicht einmal Anspruch auf ALGI, sondern müssen Hartz IV beziehen. Betroffen sind über 5000 ReferendarInnen und 4000 befristet angestellte LehrerInnen, die als Vertretungskräfte oder in Flüchtlingsklassen eingestellt wurden.

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© Morssal Aber

Die Lehrbeauftragten der Universität Göttingen haben mit ihrer beeindruckenden Protest- und Unterschriftenaktion vor der Uni-Verwaltung für Aufsehen gesorgt.

Campus & Karriere mit einem Audiobeitrag.
Das Göttinger Tageblatt, die Hessische Niedersächsische Allgemeine und das Stadtradio Göttingen berichten ebenfalls.

Die Petition:
„Verbesserung des Status der Lehrbeauftragten der Universität Göttingen jetzt sofort!“

© Javier Luna/javierluna.de

In einem Audio-Beitrag des WDR vom 13. Juni 2017 wird die finanzielle und rechtliche Situation freiberuflicher Lehrkräfte beleuchtet. Fazit: Als Einzelkämpfer gibt es kaum eine Chance auf Verbesserung. Nur wenn man sich nicht gegeneinander ausspielen lässt, können Erfolge erzielt werden.

Lehrkräfte nehmen am 26.01.2016 in Berlin an einer Kundgebung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) teil, die Lehrkräfte zu Warnstreiks aufruft. Die Gewerkschaft fordert, dass alle Lehrer in Berlin gleich bezahlt werden, egal an welcher Schule sie unterrichten und ob sie angestellt oder verbeamtet sind. Foto: Wolfgang Kumm/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung Bonn (DIE) hat eine umfangreiche Studie über Das Personal in der Weiterbildung herausgebracht. Die Kernaussagen über Einkommen und soziale Absicherung überraschen nicht. Wie viele Mitarbeiter prekär beschäftigt sind, kann man zusammengefasst im Infoblatt Weiterbildung der GEW nachlesen.

stuttgart-stuehleDie Sendung plusminus der ARD berichtet im Video Selbständig in die Armut über Solo-Sebständige und die existenziellen Konsequenzen in Bezug auf Einkommen und Sozialversicherung.

Auch die Sendung betrifft des SWR zeigt im Beitrag „Harte Arbeit – schlechter Lohn. Wie Menschen abgehängt werden“ in wie vielen unterschiedlichen Bereichen unsozial und unfair bezahlt wird.

Immer dabei: Selbständige Lehrkräfte.