Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Hessen hat die Online-Petition “Für eine Entfristungsoffensive an hessischen Hochschulen” gestartet. Demnach grassieren an hessischen Hochschulen auch dann noch Befristungen, wenn die Beschäftigten Daueraufgaben wahrnehmen.

Die GEW Hessen nutzt nun die anstehenden Verhandlungen über einen neuen Hochschulpakt in Hessen 2019, um das Thema neu aufzurollen. Dabei setzt sie auf den gestiegenen Einfluss der GRÜNEN. Diese hatten sich in ihrem Wahlprogramm für Verbesserungen im Hochschulbereich ausgesprochen – nun müssen Taten folgen.

Schade: Die freien Lehrbeauftragten an Universitäten kommen im Text nicht vor. Sie üben ebenfalls häufig Daueraufgaben aus und hangeln sich dabei von Honorarvertrag zu Honorarvertrag.

Dennoch: Die Petition ist wichtig und richtig. Mehr unbefristete Stellen und ein genauer Blick auf die Arbeitsbedingungen im Hochschulbereich, das wäre gut für alle. In diesem Sinne: Spread the word!

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Göttingen_Morssal Aber

© Morssal Aber

Aktualisiert:

Was bisher geschah:

Die Lehrbeauftragten der Universität Göttingen haben mit ihrer beeindruckenden Protest- und Unterschriftenaktion vor der Uni-Verwaltung im Mai 2017 für Aufsehen gesorgt.
Berichte: Göttinger Tageblatt, die Hessische Niedersächsische Allgemeine und das Stadtradio Göttingen.
Die Petition: “Verbesserung des Status der Lehrbeauftragten der Universität Göttingen jetzt sofort!”

Der aktuelle Stand der Dinge:

1. Kampf für angemessene Arbeitsbedingungen für Lehrbeauftragte:
2017 fanden drei Treffen mit der Uni-Präsidentin und ihrem Team statt. Beim letzten Treffen eröffnete uns die Präsidentin, dass unser Honorar pro geleistete Unterrichtsstunde von 27 auf 32 Euro erhöht wird, wobei weiterhin Klausurkorrekturen sowie Vor- und Nacharbeiten NICHT honoriert würden.

Das Präsidium etablierte dann eine “Richtlinien-AG”, in der die Arbeitsbedingungen der Lehrbeauftragten an der Uni Göttingen festgeschrieben werden sollten. Dazu wurde die Initiative eingeladen, mit einer Person an der AG teilzunehmen. Auch ein Vertreter des AStA wurde eingeladen. Nach einmaliger Teilnahme reagierte die Lehrauftragten-Initiative mit diesem Schreiben an das Präsidium: Read More →

Streik Musik Bayern

© Stephan Rumpf

Kreidefresser erklärt sich solidarisch mit den streikenden Lehrbeauftragten für Musik in Bayern. Sie benötigen dringend unsere Unterstützung für ihren Aufruf.

120 Lehrbeauftragte für Musik spielen vor der Bayerischen Staatskanzlei die Bayernhymne – in Moll. Sie sind aus ganz Bayern angereist, demonstrieren, streiken. Für Lehrbeauftragte keine Selbstverständlichkeit, denn streng genommen genießen sie kein Streikrecht. Trotzdem hat die Bundeskonferenz der Lehrbeauftragten an Musikhochschulen (BKLM) dazu aufgerufen, vom 13. – 24. November der Arbeit fernzubleiben, ein deutliches Zeichen dafür, wie dramatisch die Situation ist. Read More →

bkslDie Bundeskonferenz der Sprachlehrbeauftragten (BKSL) stellt ihre Arbeit ein. Als Grund dafür wird angegeben, die Sprachlehrbeauftragten seien eine zu kleine Gruppe, um alleine etwas zu bewegen. Den Kampf führen sie trotzdem weiter: Die BKSL empfiehlt Sprachlehrbeauftragten, sich mit anderen Gruppen zusammenzuschließen.

KREIDEFRESSER lädt alle Lehrbeauftragten ein, ihre lokalen Gruppen hier einzutragen, damit eine Infrastruktur zur weiteren Vernetzung bestehen bleibt! Auch das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte hat bereits angekündigt, mit den AktivistInnen der ehemaligen BKSL zusammenarbeiten zu wollen.