Auf den Brief der Gruppe “Freie Dozent*innen Berlin” ans BAMF vom Dezember 2018 gab es positive Reaktionen aus der Bundestagsfraktion der Linken. Das hat u.a. zu einem Treffen von drei Dozentinnen dieser Gruppe  mit der Bundestagsabgeordneten Gökay Akbulut im Bundestag  am 6.5.19 geführt.

Im Gespräch ging es im allgemeinem um die Integration sowie um  die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte in Integrationskursen.

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Aufruf der Freien Dozent*innen Berlin an alle Kolleg*innen, Kursträger und deren Mitarbeiter*innen, Migrant*innen- und Geflüchteten-Initiativen.

Der Druck auf Geflüchtete steigt, das Innenministerum und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ziehen mit mehr Zwang, Kontrollen und Repression die Zügel an. Das BAMF ist unter Federführung der CDU/CSU ein Ausdruck und der Vollstrecker des Rechtsrucks in Deutschland.

Aber gleichzeitig regt sich auf verschiedenen Ebenen Widerstand. Am 20. Juni, dem internationalen Tag der Geflüchteten, wollen wir daran anknüpfen: Wir wollen verschiedene Missstände anprangern und gemeinsam dagegen protestieren.

Aufruf zur Kundgebung
am 20. Juni, ab 14.00 
vor dem Innenministerium (Alt-Moabit 140, 10557 Berlin (Nähe Hauptbahnhof)

Im ersten Halbjahr 2018 haben fast 8.000 sogenannte Integrationskurse begonnen. Das Interesse an der deutschen Sprache als Schlüssel zur gesellschaftlichen und beruflichen Teilhabe bleibt weiterhin hoch. So bemühen sich über 20.000 DaF/DaZ-Dozent*innen im Auftrag des Innenministeriums / BAMF um eine hochqualitative, teilnehmerorientierte Sprachvermittlung.

Das BAMF legt uns Dozent*innen jedoch immer wieder Steine in den Weg. Die derzeitige intransparente Organisation der Kurse und die verschärften Regelungen verlangsamen den Lernprozess, sind unnötig bürokratisch, verunsichernd und berücksichtigen die Lebensrealität der Teilnehmer*innen nicht.

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Am Samstag, den 13.04.2019 wird die AfD in Köln einen “Bürgerdialog” veranstalten – in Räumlichkeiten der VHS Köln. Dagegen protestieren Lehrkräfte der VHS Köln einen einem offenen Brief.

Auch in anderen Städten versucht die AfD, die Volkshochschulen als Plattform zu nutzen, und löst eine Debatte über die politische Positionierung öffentlicher Räume aus. Beispiele dafür finden sich etwa in Bonn, Bergisch-Gladbach, Düsseldorf und Bad Segeberg.

Im Folgenden veröffentlichen wir die Erklärung der Kolleginnen und Kollegen der VHS Köln im Wortlaut.

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Die Freien Dozent*innen Berlin kritisieren in einem Offenen Brief (s.u.) die zunehmenden Vorschriften des BAMF im Integrationskurs, welche sie als kontraproduktive Zwangsmaßnahmen gegen die Kursteilnehmenden ablehnen. Der Brief wurde zum “Tag des Migranten” am 18.12.2018 an das BAMF sowie weitere Ministerien und PolitikerInnen geschickt. Die Unterzeichnerliste umfasste zu diesem Zeitpunkt 105 Einzelpersonen und 29 Organisationen. Der Volltext ist unten in diesem Beitrag nachlesbar.

Pressespiegel:
“Deutschlehrer gegen repressives Kursklima gegen Flüchtlinge”, nd, 18.12.2018

Unterzeichnen:
Die Freien Dozent*innen sammeln weiterhin Unterschriften. Schickt einfach eine E-Mail mit eurem (ggf. abgekürzten) Namen, evtl. Beruf und Stadt, oder den Namen eurer Gruppe/Organisation an freiedozentinnen@gmail.com. Die Unterzeichnerliste wird ca. einmal im Monat aktualisiert.

Lernen… aber wie?
(Foto: Wokandapix auf pixabay.com)
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Der Bundestag hat dem “Versichertenentlastungsgesetz” zugestimmt. Unter anderem werden damit die absurdesten Auswüchse der Mindestbeiträge für Selbstständige in der gesetzlichen Krankenkasse zurückgedrängt.

Eigentlich beläuft sich der Beitrag zur gesetzlichen Krankenkasse für Selbstständige auf 14% des Gewinns (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil), zzgl. Zusatzbeitrag und ggf. Krankengeldbeitrag.
Die gesetzlichen Krankenkassen verbreiten auf ihren Webseiten auch gerne, es handele sich um ein “solidarisches System”, in dem die Beiträge zur Krankenkasse nach dem Einkommen berechnet werden.

Das stimmt aber nicht.

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 Frauen – Frauenberufe – Deutsch als Fremdsprache

Francis Oghuma_Pichamann (268)„Fühlst du dich als Frau denn von denen respektiert?“, wurde ich als Lehrkraft für Deutsch als Fremdsprache bisweilen gefragt.
Anlässlich des Weltfrauenkampftags 2018 möchte ich auf eine andere Frage des Respekts eingehen, eine Frage mit größerer Tragweite, die mir aber eher selten gestellt wird: „Fühlst du dich als Frau denn von deinem Arbeitgeber respektiert?“

vhs-protest-0018

Die Antwort lautet „Nein“. Ich fühle mich als Frau nicht vom BAMF respektiert, nicht von all den anderen zig Fördertöpfen und Geldgebern in der Weiterbildung, welche die Volkshochschulen und Integrationskurse mehr schlecht als recht mitschleifen. Zur Schizophrenie der Weiterbildung gehört, dass diese Geldgeber eigentlich nicht meine Arbeitgeber sind, die ich als Selbstständige offiziell gar nicht besitze. Dennoch sind es diese Geldgeber, die die Grenzen meines Einkommens, meiner Arbeitsqualität, meiner beruflichen Perspektiven und meiner beruflichen Sicherheit abstecken. Für diese Geldgeber habe ich heute schlechte Nachrichten: Frauen beherrschen durchaus genug Mathematik, um auszurechnen, was am Monatsende übrig bleibt. Es ist höchste Zeit, Frauen und Frauenberufe für voll zu nehmen – auch an den Volkshochschulen.

Die Arbeitsbedingungen an Volkshochschulen sind respektlos Read More →

Der ursprüngliche Titel des FAZ-Artikels lautete:
“Vier von fünf Flüchtlingen bestehen Deutsch-Test nicht”.
Mittlerweile wurde er korrekterweise geändert in:
“Viele Analphabeten unter Flüchtlingen haben Probleme Deutsch zu lernen”.
Leider haben nicht alle Medien diesen Beitrag geändert, den sie allesamt aus der
‘BILD am Sonntag’ zitieren. Analysen bei Bildblog.
Macht keinen großen Unterschied, denken Sie? Originaltitel der BILD mit Korrektur:

WTD2017_final_ENMit dem Weltlehrertag der UNESCO haben am 5. Oktober Lehrkräfte in Berlin und Köln daran erinnert, dass die Empfehlungen über den Status und die Arbeit der Lehrer der ILO und der UNESCO für sie nicht gelten: “Wir verdienen im besten Fall nur halb so viel wie angestellte Lehrer*innen an öffentlichen Schulen und haben keine oder nur eine geringe soziale Absicherung.”

Bericht aus der Kölnischen Rundschau

Die Berichte Read More →

Warnstreik_WDR_220917Weil sich die Arbeitgeberseite in den Tarifverhandlungen nicht bewegte, traten JournalistInnen des Westdeutschen Rundfunks (WDR) wiederholt in den Warnstreik. Im letzten Warnstreik legten nach Angaben des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) über 400 MitarbeiterInnen die Arbeit nieder. Nachrichtensendungen entfielen oder mussten durch Notpersonal gestemmt werden, beim Sender 1Live-Info solidarisierten sich die JournalistInnen und spielten zeitweise nur Musik ohne Moderationsbeiträge. Am 25. September vermeldete der DJV: In der fünften Verhandlungsrunde kam es endlich zum Tarifabschluss. Demnach können sich WDR-JournalistInnen auf 2,0 bis 2,2 Prozent mehr Gehalt freuen – bzw. auf entsprechend höheres Honorar.

Denn die Warnstreiks und Tarifverhandlungen wurden von festen und freien MitarbeiterInnen gemeinsam durchgeführt und waren getragen von einer gemeinsamen Strategie. Read More →

Integrationskurs_4Teil 1: Bürokratie

In der dritten Änderung der Integrationskursverordnung sieht das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vor, dass zum Kurs verpflichtete Teilnehmende nur noch in Ausnahmefällen ihren Kursträger wechseln können sollen. Als berechtigter Grund gilt etwa Umzug, veränderte Arbeitszeiten oder Änderungen in der Kinderbetreuung. Begründung: “Ein Kursträgerwechsel kann den Integrationsprozess verzögern” (1).

Fragt sich nur: Ist das nicht gerade unser geringstes Problem?
Wir haben bei Menschen in der Praxis nachgefragt, was sie von der neuen Regelung halten. Heide (2) arbeitet in einer kommunalen Beratungsstelle und berichtet uns folgendes:

„Als ich diesen Satz las – Read More →