sozialversicherungspflichtig

Selbstständige Lehrer sind in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungpflichtig.
Das Rentenversicherungsrecht definiert jeden, der Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten von Mensch zu Mensch vermittelt, als LehrerIn oder ErzieherIn. Der Nachweis entsprechender Examina oder Ausbildungen ist unerheblich; auch Unterrichtsinhalte sowie Auftraggeber spielen für die Rentenversicherungspflicht keine Rolle.

Das hat das Bundessozialgericht in einem Grundsatzurteil aus dem Jahr 2000 unterstrichen.

Als Lehrer gelten zum Beispiel VHS-Dozenten, Handwerkskammer-Ausbilder, Fitness- und andere Sporttrainer, Tanz-, Fahr- oder Sprachlehrer. Sogar Verkaufs-, Rhetorik- oder Kommunikationstrainer von Geschäftskunden laufen Gefahr, von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) als besonders „schutzbedürftig“ und daher rentenversicherungspflichtig eingestuft zu werden!

Das Rentenversicherungsrecht definiert die Versicherungspflicht in § 2 SGB VI.

Es gibt eine Online Petition zur Öffnung der Künstlersozialversicherung für selbstständige Lehrkräfte.

AUßERDEM:
Freiberufler und Selbstständige können sich nur dann gegen Arbeitslosigkeit versichern, wenn sie in den letzten 24 Monaten vor Beginn der Tätigkeit mindestens 12 Monate in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt oder ALG I bezogen haben. Nachzulesen hier.

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