Der Großteil des Unterrichts an Musikschulen wird über Honorarlehrkräfte organisiert. Nur einzelne kommunale Musikschulen setzen auf Angestellte. Vermutlich aus diesem Grund fiel die Ergebnisliste zum Schlagwort “Musikschule” auf der Bewerbungsplattform indeed.com im September 2018 eher mager aus. Ausgewertet werden konnten sieben Stellenangebote, die meisten davon in Süddeutschland (Download der Ausschreibungen als PDF).

Zusammenfassung

  • Alle Stellen wurden in TvöD 9b eingestuft und setzten ein Studium voraus.
  • Die Laufzeit reicht von Mutterschutzvertretung über eine Befristung von zwei Jahren bis hin zu unbefristeten Stellen.
  • Auffällig ist, dass der Großteil der Stellen in Teilzeit ausgeschrieben wird.
  • Die Lehrdeputate für eine Vollzeitstelle liegen überwiegend zwischen 32 und 34 UE pro Woche. Ein Ausreißer nach unten ist das Lehrdeputat an der Musikschule Gelsenkirchen von 25 UE, allerdings bleibt unklar, inwiefern zusätzlich erwartete Projektarbeit angerechnet wird.

Fazit: Die Beispiele für unbefristete Normalarbeitsverhältnisse an städtischen Musikschulen sind rar gesäht. Ihre Existenz beweist aber, dass die Einrichtung von Festanstellungen grundsätzlich möglich ist. Zu hinterfragen wäre die Arbeitsbelastung bei einem Deputat von über 30 UE / Woche. Die gängige Einstufung von TvöD 9b entspricht der Mindesteinstufung für einen Bachelor-Absolventen, höhere Abschlüsse scheinen nicht honoriert zu werden.

Quellen: Ausschreibung vom September 2018 der Musikschulen Bayreuth, Böblingen, Braunschweig, Friedrichshafen, Gelsenkirchen, Mannheim und Stuttgart (Download der Ausschreibungen als PDF)

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