Die Zeit20141030_102504 stellt in einem Artikel die Honorarsituation von Lehrkräften in Kursen für Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Zweitsprache dar.

Qualifikation der Lehrkraft, Bedeutung der Arbeit für die Gesellschaft, Daueraufgabe – alles immernoch keine Gründe, um die Arbeit der Lehrkräfte angemessen zu vergüten. Sozial gerecht? Sicher nicht!

LeipzigDie Dozent*innen-Initiative der VHS Leipzig und ver.di starten eine Informationskampagne.

David N. KochWenigstens ehrlich: So zeigt sich, wie wenig Wert Politik auf Bildung und Integration legt. Obwohl es weiterhin Bedarf gibt, werden die Lehrer für Flüchtlingskinder in Thüringen nicht mehr weiter beschäftigt. Die Ostthüringer Zeitung berichtet..
Es gibt eine Petition an den Thüringer Landtag.

David N. Koch

© David N. Koch

Die Westdeutsche Zeitung berichtet am 22. Februar über die ungleiche Bezahlung der Lehrkräfte an der VHS Düsseldorf.

DozentInnen der Düsseldorfer VHS demonstrieren anlässlich der Ratssitzung am 15. Dezember 2016. Die Rheinische Post berichtet.

Der Stadtverband der GEW Düsseldorf gibt eine Stellungnahme zum Haushaltsentwurf 2017 ab.

Eine beeindruckende Geste kommt von der BezirksschülerInnenvertretung Düsseldorf, die die VHS-Lehrkräfte in ihrer Forderung nach gleicher Bezahlung mit einem Solidaritätsbrief unterstützt.

Anlässlich des 6. Deutschen Weiterbildungstags am 29. September hatte der Arbeitskreis Honorarlehrkräfte der GEW-Düsseldorf bereits mit einem Info- und Proteststand auf die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte hingewiesen: „Dozent*in sein muss man sich leisten können – Altersarmut inklusive“

Eine Dozentin der VHS Düsseldorf schreibt zum inakzeptablen Ratsbeschluss:

„Es ist traurig, dass eine so traditionsreiche und wichtige Einrichtung wie die Volkshochschule von der Stadt kaputtgespart wird. Schon jetzt wandern langjährig mit der VHS verbundene Dozentinnen und Dozenten ab, denn die Aussicht, dass das Honorar innerhalb der kommenden vier Jahre um jeweils einen Euro pro Jahr erhöht werden soll, so dass wir im Jahr 2020 dann wahrhaftig bei 25,-  pro Unterrichtsstunde angelangt sein werden, ist der blanke Hohn.
In Köln dagegen ist für 2017 eine Honorarerhöhung auf 35,- € beschlossen worden – für alle Dozentinnen und Dozenten im Bereich Deutsch als Fremdsprache und für all diejenigen Lehrkräfte, die in anderen Bereichen als arbeitnehmerähnlich Beschäftigte tätig sind. So geht es also auch!“

Buecher_Death_to_stock_weekend_workIm Bundestag gab es am 17. Februar eine Debatte über Solo-Selbständige, in der die unterschiedlichen Konzepte der Parteien zur sozialen Absicherung zum Ausdruck kommen. Zur Debatte

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales veröffentlichte bereits den Forschungsbericht Solo-Selbständige in Deutschland – Strukturen und Erwerbsverläufe.

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Die DRV prüft derzeit, ob die freiberuflichen Lehrkräfte für Deutschkurse am Goethe-Institut scheinselbstständig beschäftigt sind. Pressemitteilung

Im Forum des Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte sind die Ereignisse, Proteste und Medienberichte festgehalten in einer PRESSESCHAU.

Christian Füller im FREITAG: „Goethe steht nun nicht mehr nur für Faust, sondern auch für andere Tragödien: Lohndrückerei und möglicherweise sogar Sozialbetrug. … [Lehmann] entlässt zwei Drittel seiner Lehrkräfte ins soziale Nichts. … Das soziale Unrecht, das hier begangen wird, geschieht in Kenntnis etwa von zwei Ministerialdirigenten aus dem Finanz- und dem Außenministerium. Spitzenbeamte des besten Sozialstaates der Welt schauen also zu, wie Hunderte De-facto-Vollzeitkräfte über Jahre ohne Lohnfortzahlung und bezahlten Urlaub arbeiten müssen.“

 

Pressemitteilungen gibt es von der GEW, von FaDaF und vom
Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte.

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© kn-online.de

An der VHS Kiel wird ab März 2017 für alle DaZ-DozentInnen ein Honorar von 35 € gezahlt. Ein Erfolg, der durch den engagierten Einsatz der Lehrkräfte möglich wurde. Die Kieler Nachrichten berichten.

Am 21. Oktober 2016 war bereits die unterschiedliche Bezahlung in verschiedenen Deutschkursen an der Kieler VHS Thema: Gleiche Arbeit – unterschiedlicher Lohn

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© Annette Etges / annetteetges.com

Das Thema der Sendung „Campus & Karriere“ des Deutschlandfunks vom 7. Januar 2017 ist Deutsch als Fremd- und Zweitsprache mit Beispielen und Gesprächspartnern des Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte.

Die ganze Sendung kann man hier anhören.

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© Javier Luna / javierluna.de

UPDATE: Der Rat der Stadt Köln verabschiedet mit dem Ratsbeschluss vom 20.12.2016 die Anpassung der Honorare im DaF-Bereich und aller anderer arbeitnehmerähnlich Beschäftigten der VHS Köln auf 35,- ab 2017!

Keine Diskussion kommt ohne die Betonung der Bedeutsamkeit von Bildung und Integration aus. Als Fundament, auf dem alle Anstrengungen hierfür beruhen, wird stets herausgestellt, wie alles entscheidend das Erlernen der deutschen Sprache sei. Dennoch scheint den Entscheidungsträgern nicht bewusst zu sein, dass jene professionellen Wissensvermittler sich ihrem Auftraggeber nicht mehr zur Verfügung stellen werden (Artikel im KSTA), wenn der Nettoverdienst einer arbeitnehmerähnlich beschäftigten VHS-Honorarlehrkraft gerade einmal 1200,- im Monat beträgt.

35,- Honorar, die nun in den BAMF-finanzierten Integrationskursen gezahlt werden, entsprechen noch nicht einmal dem Mindestlohn in der Weiterbildung und sind immer noch ohne soziale Absicherung, ohne Fortzahlung bei Krankheit oder Ferien und ohne Beteiligung des Auftraggebers Stadt Köln an den Kosten für Renten-, Kranken- oder Arbeitslosenversicherung. Die Kurse für Deutsch als Fremdsprache werden momentan mit 23,- honoriert; die der Dozenten für alle anderen Sprachen im Übrigen momentan mit gerade einmal etwas mehr als 18,-.

Die DaF/DaZ-Lehrkräfte der VHS Köln fordern dazu auf (Artikel in K. Rundschau), ihre inakzeptable Honorarsituation nicht auf eine universell einsetzbare Frage nach verfügbaren Finanzressourcen zu verkürzen, sondern als Frage nach vorhandener Wertschätzung und Verantwortung ihrer Arbeit gegenüber zu verstehen: Wie kann es sein, dass ausgerechnet die Fachkräfte, die diese Aufgabe im Auftrag der Stadt übernehmen, zu prekären Bedingungen beschäftigt werden?

Was die Lehrkräfte davon halten: Read More →

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DaF-Lehrkräfte und Lehrer an staatlichen Schulen kooperieren in Stuttgart

Vier Sitzgelegenheiten von äußerst unterschiedlichem Komfort stehen in der Fußgängerzone: ein gepolsterter Stuhl, ein normaler Stuhl, ein Hocker – und ein umgedrehter Getränkekasten. Doch bei der großen Lehrer-Lotterie haben nur wenige Passanten das Glück, den Platz in der „ersten Klasse“ des Lehrerdaseins (Beamte) zu gewinnen. Viele müssen auch mit der zweiten (Angestellte) oder dritten Klasse (befristete Verträge) vorlieb nehmen, und manche geraten als Honorarlehrkraft auf den Getränkekasten – vierte Klasse. Die Botschaft ist klar: „Gleiche Arbeit wird ungleich bezahlt.“

Bericht und Fotos

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