WTD2017_final_ENMit dem Weltlehrertag der UNESCO wollen wir daran erinnern, dass die Empfehlungen über den Status und die Arbeit der Lehrer der ILO und der UNESCO für uns nicht gelten. Wir verdienen im besten Fall nur halb so viel wie angestellte Lehrer*innen an öffentlichen Schulen und haben keine oder nur eine geringe soziale Absicherung.

Schließt euch an und zeigt Präsenz:

In Berlin
5. Oktober
12:30-14:30
Brandenburger Tor, Pariser Platz

In Köln
5. Oktober
12:00-16:00
Alter Markt, U-Bahn Rathaus

Integrationskurs_4Teil 1: Bürokratie

In der dritten Änderung der Integrationskursverordnung sieht das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vor, dass zum Kurs verpflichtete Teilnehmende nur noch in Ausnahmefällen ihren Kursträger wechseln können sollen. Als berechtigter Grund gilt etwa Umzug, veränderte Arbeitszeiten oder Änderungen in der Kinderbetreuung. Begründung: „Ein Kursträgerwechsel kann den Integrationsprozess verzögern“ (1).

Fragt sich nur: Ist das nicht gerade unser geringstes Problem?
Wir haben bei Menschen in der Praxis nachgefragt, was sie von der neuen Regelung halten. Heide (2) arbeitet in einer kommunalen Beratungsstelle und berichtet uns folgendes:

„Als ich diesen Satz las – Read More →

David N. KochDie Sendung Exakt vom MDR illustriert am Beispiel Leipzig sehr anschaulich die Schlechte Bezahlung für Honorarkräfte an vielen Volkshochschulen.

Die Zahlen sprechen für sich. Selbst die „besser“ bezahlten Lehrkräfte für Integrationskurse kommen am Ende nicht einmal auf den Mindestlohn.

Auch Spiegel Online berichtet.

kreidefresser_Pikto_MikrofonDie Heinrich Böll Stiftung veröffentlicht im August 2017
Reformvorschläge zu Integrationskursen.
Sinnvolle Vorschläge, jedoch kein Wort über die Arbeitsbedingungen.

Anmerkungen und Kritik:

_________________ Read More →

mal ehrlich 2017 swrIn der Sendung mal ehrlich … macht mich meine Rente arm? des SWR diskutieren Bürger*innen mit Politiker*innen über das Thema Rente. Auch eine Kollegin aus Mannheim meldet sich ab Minute 41 zu Wort.
Inhaltlich zusammengefasst findet man den Sachverhalt auf der Webseite von dafdaz-stuttgart.

Teppich10Deutschlandradio berichtet am 6. September über das Straßentheater des Aktionsbündnis DaF Hannover „Unter den Teppich gekehrt“:

Politiker aus Bund, Ländern und Kommunen schieben sich seit Jahren den schwarzen Peter gegenseitig zu: „Das ist leider nicht unser Ressort und unsere Aufgabe“.

Selbstverständliche Arbeitsbedingungen –
nicht für DaF-Lehrkräfte.

milliardenschulden-bei-krankenkassen_plusminusDie Sendung Plusminus der ARD beleuchtet das Problem der Beitragsschulden bei der Krankenkasse. Solo-Selbstständige und deren geringes Einkommen sind ein Faktor, allerdings nicht der ausschlaggebende. Vielmehr werden sie als die Leidtragenden festgestellt.

Bereits am 4. Juni 2016 berichtet der Kölner Stadtanzeiger über Beitragsverschuldung bei Krankenversicherten im Zusammenhang mit der Selbstständigkeit.

VGSD-Logo-ohne-Schrift-1000x963Der Verband der Gründer und Selbständigen Deutschland e.V. fordert in seiner Petition Faire Krankenversicherungs-Beiträge für Selbstständige. Die Petition soll nach der Bundestagswahl an das künftige Gesundheitsministerium übergeben werden.
Zur Petition

18.8.17 Überforderte Sprachschüler

© dpa

Die Bayerische Staatszeitung und die Welt befassen sich in ihren Artikeln Überforderte Sprachschüler und Wenn Deutschlernen als Zeitverschwendung erscheint mit den Lernbedingungen in Integrationskursen.

Das Innenministerium fordert viel. Oft ohne Rücksicht auf die Lebensbedingungen der Migrant*innen, die für ein effektives Lernen wichtig sind. Warum reagiert das BAMF so langsam? Wer fragt die Lehrkräfte nach deren Meinung zu besseren Unterrichtsbedingungen?

Wo ist die flächendeckende Kinderbetreuung? Kurse in Teilzeit?
Es gibt keine Garantievergütung zur besseren Differenzierung der Kurse. Warum gibt es einen Prüfungszwang für Teilnehmer, die keine Chance haben, das erwartete Niveau in der erwarteten Zeit zu erreichen? Die pädagogisch-didaktischen Grundlagen der Bildungsnation Deutschland scheinen für Migrantenkurse nicht zu gelten. Hier gilt vornehmlich das Prinzip der Wirtschaftlichkeit und des Forderns. Wieder nichts aus der Vergangenheit gelernt?

bundestag„Der Bundestag soll jahrelang mehr als 100 Mitarbeiter als Scheinselbständige beschäftigt haben. 3,5 Millionen Euro an Sozialbeiträgen musste das Parlament bereits nachzahlen.“
Die Süddeutsche berichtet.

Dass dies ans Licht kam, ist einzig und allein einem unnachgiebigen Mitarbeiter zu verdanken, der sich nicht hat abschrecken lassen, den Rechtsweg zu gehen.