Goethe-Institut und Deutsche Rentenversicherung haben sich geeinigt – zu Lasten der Honorarkräfte. Zum Bericht in der Berliner Morgenpost

Was das genau bedeutet, wird in der Berliner Zeitung klar gemacht, nämlich: Apartheid am Goethe-Institut.
Auch die Frankfurter Rundschau berichtet.

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte schreibt einen Offenen Brief.
Die Deutsche Welle kommentiert.

 

Aus der Solidaritätsadresse der Hamburger Lehrkräfte vom Februar 2017:
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Liebe KollegInnen vom Goethe-Institut,

ihr seid aufgebracht und demonstriert und ihr habt dabei unsere volle Solidarität, denn das, was das Goethe-Institut mit euch macht, ist ein Riesenskandal!!

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© Francis Oghuma / pichamann.de

Lehrkräfte zu SaisonarbeiterInnen degradiert
Pünktlich vor den Sommerferien läuft der Vertrag aus; pünktlich im September wird wieder eingestellt. Auf diese Weise spart sich ausgerechnet das reiche Baden-Württemberg die Lohnkosten von befristet angestellten LehrerInnen an seinen Schulen und schickt sie statt in den Sommer in die Arbeitslosigkeit. Mit einer Vertragslaufzeit von unter einem Jahr erlangen die meisten nicht einmal Anspruch auf ALGI, sondern müssen Hartz IV beziehen. Betroffen sind über 5000 ReferendarInnen und 4000 befristet angestellte LehrerInnen, die als Vertretungskräfte oder in Flüchtlingsklassen eingestellt wurden.

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© Morssal Aber

Die Lehrbeauftragten der Universität Göttingen haben mit ihrer beeindruckenden Protest- und Unterschriftenaktion vor der Uni-Verwaltung für Aufsehen gesorgt.

Campus & Karriere mit einem Audiobeitrag.
Das Göttinger Tageblatt, die Hessische Niedersächsische Allgemeine und das Stadtradio Göttingen berichten ebenfalls.

Die Petition:
„Verbesserung des Status der Lehrbeauftragten der Universität Göttingen jetzt sofort!“

© Javier Luna/javierluna.de

In einem Audio-Beitrag des WDR vom 13. Juni 2017 wird die finanzielle und rechtliche Situation freiberuflicher Lehrkräfte beleuchtet. Fazit: Als Einzelkämpfer gibt es kaum eine Chance auf Verbesserung. Nur wenn man sich nicht gegeneinander ausspielen lässt, können Erfolge erzielt werden.

Lehrkräfte nehmen am 26.01.2016 in Berlin an einer Kundgebung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) teil, die Lehrkräfte zu Warnstreiks aufruft. Die Gewerkschaft fordert, dass alle Lehrer in Berlin gleich bezahlt werden, egal an welcher Schule sie unterrichten und ob sie angestellt oder verbeamtet sind. Foto: Wolfgang Kumm/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung Bonn (DIE) hat eine umfangreiche Studie über Das Personal in der Weiterbildung herausgebracht. Die Kernaussagen über Einkommen und soziale Absicherung überraschen nicht. Wie viele Mitarbeiter prekär beschäftigt sind, kann man zusammengefasst im Infoblatt Weiterbildung der GEW nachlesen.

stuttgart-stuehleDie Sendung plusminus der ARD berichtet im Video Selbständig in die Armut über Solo-Sebständige und die existenziellen Konsequenzen in Bezug auf Einkommen und Sozialversicherung.

Auch die Sendung betrifft des SWR zeigt im Beitrag „Harte Arbeit – schlechter Lohn. Wie Menschen abgehängt werden“ in wie vielen unterschiedlichen Bereichen unsozial und unfair bezahlt wird.

Immer dabei: Selbständige Lehrkräfte.

Die Zeit20141030_102504 stellt in einem Artikel die Honorarsituation von Lehrkräften in Kursen für Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Zweitsprache dar.

Qualifikation der Lehrkraft, Bedeutung der Arbeit für die Gesellschaft, Daueraufgabe – alles immernoch keine Gründe, um die Arbeit der Lehrkräfte angemessen zu vergüten. Sozial gerecht? Sicher nicht!

LeipzigDie Dozent*innen-Initiative der VHS Leipzig und ver.di starten eine Informationskampagne.

David N. KochWenigstens ehrlich: So zeigt sich, wie wenig Wert Politik auf Bildung und Integration legt. Obwohl es weiterhin Bedarf gibt, werden die Lehrer für Flüchtlingskinder in Thüringen nicht mehr weiter beschäftigt. Die Ostthüringer Zeitung berichtet..
Es gibt eine Petition an den Thüringer Landtag.

David N. Koch

© David N. Koch

Die Westdeutsche Zeitung berichtet am 22. Februar über die ungleiche Bezahlung der Lehrkräfte an der VHS Düsseldorf.

DozentInnen der Düsseldorfer VHS demonstrieren anlässlich der Ratssitzung am 15. Dezember 2016. Die Rheinische Post berichtet.

Der Stadtverband der GEW Düsseldorf gibt eine Stellungnahme zum Haushaltsentwurf 2017 ab.

Eine beeindruckende Geste kommt von der BezirksschülerInnenvertretung Düsseldorf, die die VHS-Lehrkräfte in ihrer Forderung nach gleicher Bezahlung mit einem Solidaritätsbrief unterstützt.

Anlässlich des 6. Deutschen Weiterbildungstags am 29. September hatte der Arbeitskreis Honorarlehrkräfte der GEW-Düsseldorf bereits mit einem Info- und Proteststand auf die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte hingewiesen: „Dozent*in sein muss man sich leisten können – Altersarmut inklusive“

Eine Dozentin der VHS Düsseldorf schreibt zum inakzeptablen Ratsbeschluss:

„Es ist traurig, dass eine so traditionsreiche und wichtige Einrichtung wie die Volkshochschule von der Stadt kaputtgespart wird. Schon jetzt wandern langjährig mit der VHS verbundene Dozentinnen und Dozenten ab, denn die Aussicht, dass das Honorar innerhalb der kommenden vier Jahre um jeweils einen Euro pro Jahr erhöht werden soll, so dass wir im Jahr 2020 dann wahrhaftig bei 25,-  pro Unterrichtsstunde angelangt sein werden, ist der blanke Hohn.
In Köln dagegen ist für 2017 eine Honorarerhöhung auf 35,- € beschlossen worden – für alle Dozentinnen und Dozenten im Bereich Deutsch als Fremdsprache und für all diejenigen Lehrkräfte, die in anderen Bereichen als arbeitnehmerähnlich Beschäftigte tätig sind. So geht es also auch!“